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<channel><title><![CDATA[Meeresbiologie studieren - Blog]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog]]></link><description><![CDATA[Blog]]></description><pubDate>Fri, 17 Oct 2025 00:00:38 +0200</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Super-Fressmaschine in Korallenriffen am Werk]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/super-fressmaschine-in-korallenriffen-am-werk]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/super-fressmaschine-in-korallenriffen-am-werk#comments]]></comments><pubDate>Fri, 16 Nov 2018 07:25:00 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/super-fressmaschine-in-korallenriffen-am-werk</guid><description><![CDATA[von Diane Hegmann  Auf dem Boot werden Vorbereitungen getroffen, um die gefräßigen Seesterne zu bekämpfen. © Caro Joos Schon seit einigen Jahren wissen wir, dass Korallenriffe weltweit harte Zeiten durchmachen. Genau wie unsere Regenw&auml;lder geh&ouml;ren Korallenriffe zu den artenreichsten Lebensr&auml;umen der Welt. Doch &Uuml;berfischung, Verschmutzung und der Klimawandel sind daf&uuml;r verantwortlich, dass sich diese Lebensr&auml;ume drastisch zum Negativen ver&auml;ndern. Gerade im w [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">von Diane Hegmann</div>  <span class='imgPusher' style='float:left;height:0px'></span><span style='display: table;width:295px;position:relative;float:left;max-width:100%;;clear:left;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/editor/korallenriff-malaysia-taucher-tauchen-tioman-meeresbiologie-meeresschutz.jpeg?1542356436" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 5px; margin-left: 0px; margin-right: 10px; border-width:1px;padding:3px; max-width:100%" alt="Korallenriff, Malaysia, Taucher, Tauchen, Tioman, Meeresbiologie, Meeresschutz" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -5px; margin-bottom: 5px; text-align: center;" class="wsite-caption">Auf dem Boot werden Vorbereitungen getroffen, um die gefr&auml;&szlig;igen Seesterne zu bek&auml;mpfen. &copy; Caro Joos</span></span> <div class="paragraph" style="text-align:justify;display:block;"><span style="color:rgb(68, 68, 68)">Schon seit einigen Jahren wissen wir, dass Korallenriffe weltweit harte Zeiten durchmachen. Genau wie unsere Regenw&auml;lder geh&ouml;ren Korallenriffe zu den artenreichsten Lebensr&auml;umen der Welt. Doch &Uuml;berfischung, Verschmutzung und der Klimawandel sind daf&uuml;r verantwortlich, dass sich diese Lebensr&auml;ume drastisch zum Negativen ver&auml;ndern. Gerade im weltweit gr&ouml;&szlig;ten Korallenriff, dem Great Barrier Reef, sind die Spuren deutlich erkennbar, wenn auch vor allem durch Begleiterscheinungen der eigentlichen Ver&auml;nderungen.<br /><br />Eine diese Begleiterscheinung ist ein ziemlich hungriger Kollege, der in den letzten Jahrzehnten in immer k&uuml;rzeren Abst&auml;nden millionenfach &uuml;ber die Riffe herf&auml;llt: Der Dornenkronenseestern (Englisch Crown of Thornes, kurz COT). Mit einer Gr&ouml;&szlig;e von bis zu 40 cm Durchmesser und ausgestattet mit 6 bis 23 Armen geh&ouml;rt er zu den gr&ouml;&szlig;eren Seesternarten (zum Vergleich: der gr&ouml;&szlig;te Seestern&nbsp;</span><em style="color:rgb(68, 68, 68)">Pycnopodia helianthoides</em><span style="color:rgb(68, 68, 68)">&nbsp;oder auf Englisch Sunflower Sea Star kann 1 m Durchmesser erreichen). Dem Dornenkronenseestern mag man aber nicht nur wegen seiner Gr&ouml;&szlig;e, sondern vor allem wegen seiner bis zu 5 cm langen Giftstacheln nicht zu nahe kommen. Er hat nur wenig Feinde und einen davon haben Touristen als Andenken aus dem Urlaub besonders gern: Das Tritonshorn, eine Schnecke mit einem sehr sch&ouml;nen Schneckenhaus, das bestimmt jeder schon einmal gesehen hat. Nur eben nie im Meer. In Malaysia zum Beispiel wurden seit Jahren schon keine mehr unter Wasser gefunden, was das explosionsartige Auftreten des Dornenkronenseesterns erkl&auml;rt. Aber auch die &Uuml;berfischung und Lebensraumzerst&ouml;rung anderer Fressfeinde, wie des Wei&szlig;flecken-Kugelfisches und des Riesen-Dr&uuml;ckerfisches, bescheren dem Seestern ein sorgenfreies Leben.</span></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:0px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:left"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/editor/meeresbiologie-korallenriff-dornenkronenseestern-tauchen-meeresschutz.jpeg?1542730574" alt="Meeresbiologie, Korallenriff, Dornenkronenseestern, Tauchen, Meeresschutz" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Bis zu 23 Arme kann der Dornenkronenseestern haben, die mit spitzen Stacheln best&uuml;ckt sind.  &copy; Caro Joos</div> </div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div class="paragraph">Aber warum genau ist er so unbeliebt? Wie schon erw&auml;hnt, ist er gro&szlig; und hungrig. Seine Leibspeise sind ausschlie&szlig;lich Steinkorallen, die bei der Entstehung von Korallenriffen so etwas wie das Ger&uuml;st sind, denn sie produzieren den Kalk, der die Riffstrukturen bildet. Der nachtaktive Dornenkronenseestern kann in einer einzigen Nacht ungef&auml;hr die Fl&auml;che in der Gr&ouml;&szlig;e seines K&ouml;rpers vertilgen. Das sind im Jahr ungef&auml;hr 13 Kubikmeter an Korallenfl&auml;che.<br />&nbsp;<br />Die Natur funktioniert ohne unser Eingreifen einwandfrei. Alles ist so aufeinander eingespielt, dass es erst gar nicht zu Ungleichgewichten kommt. Eine ausgeglichene Anzahl von Dornenkronenseesternen</div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<span style="color:rgb(68, 68, 68)">hat einen positiven Effekt auf das Korallensystem, denn sie verhindert, dass einige schnell wachsende Korallen einged&auml;mmt werden, was langsamer wachsenden Korallen die Chance gibt, zu gedeihen. Doch wenn der Mensch in diese Balance eingreift, ist es f&uuml;r die Natur schwer bis kaum machbar, dieses Chaos wieder ins Lot zu bringen. Ist das &Ouml;kosystem erst einmal gest&ouml;rt, indem man eine Art drastisch reduziert, so kommt es zu unkontrollierter Vermehrung einer anderen Art. Bei den Dornenkronenseesternen spricht man von sogenannten &bdquo;Outbreaks&ldquo; (Ausbr&uuml;chen), in denen im schlimmsten Fall bis zu 1.000 Tiere auf einem Hektar auftreten. Man kann sich das Ausma&szlig; der Zerst&ouml;rung sicherlich vorstellen. Was so ein einzelner Seestern in einem Jahr verdr&uuml;ckt, braucht Jahrzehnte, um wieder nachzuwachsen. Oder Jahrhunderte. Hinzu kommt, dass ein Dornenkronenseestern f&uuml;r einen Seestern mit 20 m pro Stunde ziemlich schnell ist. Also, fassen wir zusammen: Gro&szlig;, schnell, giftig und gefr&auml;&szlig;ig. Was macht man dagegen?</span></div>  <span class='imgPusher' style='float:right;height:0px'></span><span style='display: table;width:372px;position:relative;float:right;max-width:100%;;clear:right;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/editor/meeresschutz-malaysia-meeresbiologie-dornenkronenseestern-taucher-tauchen.jpeg?1542730771" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 10px; margin-left: 10px; margin-right: 0px; border-width:0; max-width:100%" alt="Meeresschutz, Malaysia, Meeresbiologie, Dornenkronenseestern, Taucher, Tauchen" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;" class="wsite-caption">Die Bek&auml;mpfung ist aufwendig: Taucher m&uuml;ssen jedem Exemplar einzeln zu Leibe r&uuml;cken.  &copy; Caro Joos</span></span> <div class="paragraph" style="display:block;">&#8203;<br /><span style="color:rgb(68, 68, 68)">Ist ein Gebiet erst einmal von Dornenkronenseesternen befallen, ist schnelles Handeln erforderlich. Ich habe daf&uuml;r die Insel Tioman im S&uuml;dchinesischen Meer vor der Ostk&uuml;ste Malaysias besucht, die vor einigen Jahrzehnten noch stark unter den gefr&auml;&szlig;igen Seesternen gelitten hat. Und die Lage heute? Deutlich entspannter. Der Grund daf&uuml;r ist aktiver Meeresschutz, der auf der Insel Tioman betrieben wird. Denn die Notwendigkeit stand au&szlig;erfrage: Keine Korallenriffe bedeutet weniger Touristen. Und bei einer Insel, auf der 80 Prozent seiner Bewohner im Tourismus besch&auml;ftigt sind, w&auml;re das ein ernstes Problem. Der aktive Meeresschutz wird von zwei Projekten gesteuert: GreenFins (<a href="http://greenfins.net/en/location/malaysia" target="_blank">www.greenfins.net/en/location/malaysia</a>)&nbsp;und AWARE (<a href="https://www.projectaware.org" target="_blank">www.projectaware.org</a>)</span><span style="color:rgb(68, 68, 68)">. F&uuml;r die konkrete Umsetzung ist aber jeder Einzelne gefragt, n&auml;mlich vorwiegend Taucher und Tauchtouristen. Aus dem Grunde wurden die meisten Tauchschulen auf Tioman eingewiesen, wie sie die Korallenriffe beobachten, &nbsp;ihre Ver&auml;nderungen dokumentieren oder sich gegen das geh&auml;ufte Auftreten von Feinden, wie den Dornenkronenseestern, wehren k&ouml;nnen.</span></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>  <span class='imgPusher' style='float:left;height:0px'></span><span style='display: table;width:auto;position:relative;float:left;max-width:100%;;clear:left;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/published/tioman-tauchen-meeresschutz-meeresbiologie-dornenkronenseestern-korallenriff.jpeg?1542731272" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; margin-right: 10px; border-width:0; max-width:100%" alt="Tioman, Tauchen, Meeresschutz, Meeresbiologie, Dornenkronenseestern, Korallenriff" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;" class="wsite-caption">Erwischt! Hier wird entweder Essig oder eine andere Chemikalie in den K&ouml;rper gebracht, um die Aktivit&auml;ten des Dornenkronenseesterns im Riff einzuschr&auml;nken.  &copy; Caro Joos</span></span> <div class="paragraph" style="display:block;">&#8203;<span style="color:rgb(68, 68, 68)">Ich wollte wissen, wie der aktive &bdquo;Kampf&ldquo; gegen die gefr&auml;&szlig;igen Seesterne konkret aussieht, und habe mich mit den Mitarbeitern und Betreibern der&nbsp;<a href="https://www.divetioman.com/" target="_blank">B&amp;J Diving Centre</a>&nbsp;getroffen, um mit ihnen &uuml;ber das Thema zu sprechen. Nach deren Angaben werden weltweit zwei Methoden zur Eind&auml;mmung des Dornenkronenseesterns angewandt: Entweder man holt sie mit einem Haken von den Korallen, sammelt sie in einem gro&szlig;en Netz und &uuml;bergie&szlig;t sie sp&auml;ter mit S&uuml;&szlig;wasser, was sie umgehend t&ouml;tet. Oder man spritzt mehrmals Essig in sie, wodurch sie zun&auml;chst bewegungsunf&auml;hig werden und dann sterben. Auf Tioman wird vornehmlich mit der Injektion gearbeitet. Man muss sich das Ger&auml;t wie eine Klebepistole mit langem Rohr vorstellen, durch das man an den Stacheln vorbei kommt, um das Essig zu injizieren. Das widerholt man an mehreren Stellen am K&ouml;rper, es sei denn, man nutzt andere Chemikalien, die schneller wirken (z.B. Gallens&auml;ure). Essig ist auf der Insel allerdings weitaus leichter zu beschaffen. Die Taucher sagten mir, dass sie aktiv werden, wenn sie an einem Tauchspot bei einem normalen Tauchgang am Tage mehr als 5 Seesterne entdecken. Denn da sich die Wirbellosen tags&uuml;ber sehr gut verstecken, kann man davon ausgehen, dass sich noch einmal drei- oder viermal so viele von ihnen unter Korallen und Felsen befinden. Bei ihrer letzten &bdquo;S&auml;uberung&ldquo; im Juli 2018 haben sie ungef&auml;hr 50-60 Dornenkronenseesterne an weniger oft besuchten Tauchspots bei Tioman entdeckt und unsch&auml;dlich gemacht.</span><br /><br /><span style="color:rgb(68, 68, 68)">Wichtig ist dabei, dass die Tauchschulen untereinander und mit den leitenden Meeresschutzorganisationen kommunizieren. Nur so kann rechtzeitig gehandelt und ein &bdquo;Outbreak&ldquo; verhindert werden. Die Dornenkronenseesterne sind aus dem Grund derzeit kein Hauptproblem der Insel mehr, was leider nicht bedeutet, dass es gar keine Probleme mehr gibt. Illegales Fischen und Plastik im Wasser sind sogenannten Dauerbaustellen.&nbsp;Trotz allem ist Tioman derzeit die einzige Insel Malaysias, die eine Verbesserung ihrer Korallenriffe vorzuweisen hat. Ist ein gewisses Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Wichtigkeit von gesunden Korallenriffen erst einmal bei jedem angekommen, funktionieren Vorbeugema&szlig;nahmen und aktiver Meeresschutz auch richtig gut &ndash; zum Vorteil aller Beteiligten.<br /><br />Vielen Dank an</span><span style="color:rgb(68, 68, 68)">&nbsp;Caro Joos (B&amp;J Diving Centre) f&uuml;r die Bildeindr&uuml;cke in diesem Artikel.</span></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die harte Kindheit der Meeresschildkröten]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/die-harte-kindheit-der-meeresschildkroeten]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/die-harte-kindheit-der-meeresschildkroeten#comments]]></comments><pubDate>Wed, 20 Dec 2017 08:28:12 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/die-harte-kindheit-der-meeresschildkroeten</guid><description><![CDATA[ Sein Leben damit zu beginnen, sich erst durch die Schale eines Eis zu k&auml;mpfen ist schon hart. Dann aber festzustellen, dass man sich unter der Erde befindet und noch einmal 3-7 Tage damit verbringen muss, sich bis an die Oberfl&auml;che zu buddeln &ndash; das klingt nach einem Horrorfilm f&uuml;r uns. Tats&auml;chlich aber beginnt so das Leben einer jeden Meeresschildkr&ouml;te.Doch vor dieser harten Kindheit m&uuml;ssen zun&auml;chst eine Reihe anderer Faktoren stimmen, damit eine Meeress [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<span class='imgPusher' style='float:left;height:0px'></span><span style='display: table;width:auto;position:relative;float:left;max-width:100%;;clear:left;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/published/turtle3.jpg?1513760237" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; margin-right: 10px; border-width:1px;padding:3px; max-width:100%" alt="Bild" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;" class="wsite-caption"></span></span> <div class="paragraph" style="display:block;"><span><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Sein Leben damit zu beginnen, sich erst durch die Schale eines Eis zu k&auml;mpfen ist schon hart. Dann aber festzustellen, dass man sich unter der Erde befindet und noch einmal 3-7 Tage damit verbringen muss, sich bis an die Oberfl&auml;che zu buddeln &ndash; das klingt nach einem Horrorfilm f&uuml;r uns. Tats&auml;chlich aber beginnt so das Leben einer jeden Meeresschildkr&ouml;te.</span></span><br /><br /><span><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Doch vor dieser harten Kindheit m&uuml;ssen zun&auml;chst eine Reihe anderer Faktoren stimmen, damit eine Meeresschildkr&ouml;te ihren Weg in die Weiten der Meere auf sich nehmen kann. Alles beginnt damit, dass ein Schildkr&ouml;tenweibchen mehrere Tausend Kilometer hinter sich bringt, um einen geeigneten Platz f&uuml;r ihr Nest zu finden. Man hat zum Beispiel herausgefunden, dass die Lederr&uuml;ckenschildkr&ouml;te Strecken von bis zu 4800 km oder mehr zur&uuml;cklegt. Wurde endlich ein passender Strand gefunden, geht das Schildkr&ouml;tenweibchen im Schutz der Dunkelheit mehrere Meter an den Strand und gr&auml;bt ein Loch, in das sie (je nach Art) ihre 50-350 Eier legt. Diese werden danach vergraben und die Mutter kehrt zur&uuml;ck ins Meer. Die Eier und darin heranwachsenden Schildkr&ouml;ten sind nun auf sich allein gestellt.<br /><br />Die Temperatur des Sands entscheidet &uuml;brigens das Geschlecht: Je k&uuml;hler der Sand, desto h&ouml;her die Wahrscheinlichkeit, dass der Nachwuchs m&auml;nnlich wird. Nach 50-60 Tagen beginnt das Schl&uuml;pfen und die m&uuml;hsame Buddelei an die Oberfl&auml;che. Auch hier orientieren sich die Jungen an die Temperatur: Wenn es k&uuml;hl ist, wissen sie, dass es nachts und damit sicherer vor Fressfeinden ist (die einzige Schildkr&ouml;tenart, die tags&uuml;ber schl&uuml;pft, ist die Atlantik-Bastardschildkr&ouml;te). Dann, endlich, sind sie am Strand. Aber woher wissen sie, in welcher Richtung das Meer liegt? Das Ger&auml;usch der Wellen, magnetische Felder und das reflektierte Mondlicht in der Brandung &ndash; Forscher wissen nicht ganz genau, was davon vorwiegend den Weg der Jungen bestimmt, vielleicht eine Mischung aus allem.</span></span><br /><br /><span><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Der Nachwuchs, der es trotz diverser Fressfeinde (Hunde, V&ouml;gel, Reptilien usw.) ins offene Meer geschafft hat, schwimmt tagelang und ohne Futter hinaus. Den einzigen &bdquo;Proviant&ldquo;, den sie f&uuml;r diese lange Reise bei sich haben, ist der Eidotter, den sie beim Schl&uuml;pfen aufgenommen haben. Im offenen Meer verbringen die Jungen 3-5 Jahre, bis sie sich im flacheren Gew&auml;ssern aufhalten. &Uuml;ber das Leben der heranwachsenden Tiere ist bisher wenig bekannt.</span></span><br /></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:49.999999999999%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/published/turtle1.jpg?1513759117" alt="Bild" style="width:306;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:49.999999999999%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/turtle2_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/turtle4_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<br /><strong style="color:rgb(68, 68, 68)"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Meeresschildkr&ouml;ten in Malaysia</span></strong><br /><br /><span style="color:rgb(68, 68, 68)"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Wer in S&uuml;dostasien unterwegs ist, der hat in Malaysia gro&szlig;e Chancen, Meeresschildkr&ouml;ten anzutreffen. Vier der sechs Arten haben an der K&uuml;ste und auf den Inseln ihre Brut- und Futterpl&auml;tze: Die Lederr&uuml;ckenschildkr&ouml;te und Oliv-Bastardschildkr&ouml;te findet man nur an der Ostk&uuml;ste und ihr Bestand ist stark zur&uuml;ckgegangen, w&auml;hrend die Suppenschildkr&ouml;te (der Name kommt leider nicht von ungef&auml;hr...) und Echte Karettschildkr&ouml;te auch an der Westk&uuml;ste und auf Borneo zu finden sind.</span></span><br /><br /><span style="color:rgb(68, 68, 68)"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Doch auch wie &uuml;berall auf der Welt hat die Meeresschildkr&ouml;te in Malaysia nicht nur mit Fressfeinden zu k&auml;mpfen: Die Umwelt- und insbesondere Meeresverschmutzung sind f&uuml;r sie eine Gefahr. Auch geraten viele Schildkr&ouml;ten als Beifang in Fischernetze. Informationszentren und Aufkl&auml;rungsprogramme von diversen Naturschutzorganisation sollen auf die Probleme hinweisen, haben sich aber auch zum Ziel erkl&auml;rt, die Wanderung der jungen Meeresschildkr&ouml;ten von ihrem Nest bis ans Meer aktiv zu unterst&uuml;tzen. Fischer werden aufgekl&auml;rt, wie sie ihre Netze auszulegen haben, um nur das zu fangen, was sie tats&auml;chlich auch fangen wollen.</span></span><br /><br /><span style="color:rgb(68, 68, 68)"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Ich bin in einem kleinen Informations- und Schutzzentrum f&uuml;r Meeresschildkr&ouml;ten an der Ostk&uuml;ste Malaysias gewesen, dem&nbsp;</span><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Cherating Turtle Sanctuary</span><span style="color:rgb(0, 0, 0)">. Das Center wurde 1998 er&ouml;ffnet und k&uuml;mmert sich um die Eier und die geschl&uuml;pften Jungen am Strand. Einige werden auch eingefangen und so lange beh&uuml;tet, bis sie gr&ouml;&szlig;er sind und ins offene Meer entlassen werden k&ouml;nnen. Es dient auch als Auffangstation f&uuml;r verletzte &auml;ltere Tiere. Wer von euch mehr Informationen zu Meeresschildkr&ouml;ten in Malaysia haben will, kann mir gerne schreiben.</span></span><br /><br /><strong style="color:rgb(68, 68, 68)"><span style="color:rgb(0, 0, 0)">Diane Hegmann </span></strong>(<a href="https://www.meeresbiologie-studieren.de/team.html" target="_blank">Profil</a>)<strong style="color:rgb(68, 68, 68)"><span style="color:rgb(0, 0, 0)"><br />&#8203;</span></strong></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ozeanversauerung verändert die Gerüche im Meer und gefährdet die Kommunikation von Meerestieren]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/ozeanversauerung-verandert-die-geruche-im-meer-und-gefahrdet-die-kommunikation-von-meerestieren]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/ozeanversauerung-verandert-die-geruche-im-meer-und-gefahrdet-die-kommunikation-von-meerestieren#comments]]></comments><pubDate>Sun, 26 Nov 2017 16:06:52 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/ozeanversauerung-verandert-die-geruche-im-meer-und-gefahrdet-die-kommunikation-von-meerestieren</guid><description><![CDATA[Durch die zunehmenden Mengen an Kohlenstoffdioxid in der Atomsph&auml;re werden die Ozeane immer saurer. Dieser Effekt sorgt daf&uuml;r, dass Geruchsmolek&uuml;le im Meer ver&auml;ndert werden und Meerestiere diese ver&auml;nderten Molek&uuml;le nicht mehr erkennen k&ouml;nnen, mit weitreichenden Folgen. &nbsp;Die chemische Kommunikation mithilfe von Geruchsstoffen spielt eine zentrale Rolle f&uuml;r marine Organismen. Die Wahrnehmung dieser Signalmolek&uuml;le ist f&uuml;r Meerestiere so wertvo [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><strong>Durch die zunehmenden Mengen an Kohlenstoffdioxid in der Atomsph&auml;re werden die Ozeane immer saurer. Dieser Effekt sorgt daf&uuml;r, dass Geruchsmolek&uuml;le im Meer ver&auml;ndert werden und Meerestiere diese ver&auml;nderten Molek&uuml;le nicht mehr erkennen k&ouml;nnen, mit weitreichenden Folgen. </strong><br />&nbsp;<br />Die chemische Kommunikation mithilfe von Geruchsstoffen spielt eine zentrale Rolle f&uuml;r marine Organismen. Die Wahrnehmung dieser Signalmolek&uuml;le ist f&uuml;r Meerestiere so wertvoll wie f&uuml;r uns Menschen das Sehen und H&ouml;ren zusammen! Meine neuesten Forschungsergebnisse zeigen, dass Ozeanversauerung diese wichtigen Signalstoffe erheblich ver&auml;ndern kann (<a href="http://bit.ly/297S8ps">http://bit.ly/297S8ps</a>).<br />&nbsp;<br />Signalstoffe sind chemische Molek&uuml;le, die von Meerestieren entweder absichtlich, z.B. von Weibchen zum Anlocken von M&auml;nnchen, oder zuf&auml;llig bei nat&uuml;rlichen Abbauprozessen, wie der Zersetzung von Eiwei&szlig;, freigesetzt werden. In beiden F&auml;llen k&ouml;nnen sie von anderen Meerestieren genutzt werden, um sich anhand des Geruchs zu orientieren.<br /></div>  <blockquote>&#8203;<em>Stell dir vor, du bist eine kleine Krabbe und lebst zwischen vielen gro&szlig;en und kleinen Felsen und Gezeitent&uuml;mpeln an einer unwirtlichen K&uuml;ste, die st&auml;ndig den Wellen und Gezeiten ausgesetzt ist. Die einzige M&ouml;glichkeit, dein Mittagessen zu finden, besteht darin, es schon aus der Ferne zu riechen. Dummerweise gilt das aber auch f&uuml;r den Oktopus, der auf der Jagd nach dir ist. Du als kleine Krabbe, bist also zus&auml;tzlich darauf angewiesen, den Oktopus als erstes zu riechen, um nicht selbst gefressen zu werden. Was, wenn das alles nicht mehr funktionieren w&uuml;rde?</em></blockquote>  <div class="paragraph"><br />Vom Menschen verursachte CO2 Emissionen haben in den letzten 100 Jahren bereits zu einer Reduzierung des pH-Wertes in den Ozeanen um 0.1 Einheiten auf pH 8.1 gef&uuml;hrt. Bis zum Jahr 2100 ist eine weitere Ozeanversauerung der Oberfl&auml;chenschichten um bis zu 0.4 Einheiten auf pH 7.7 prognostiziert. Das mag auf den ersten Blick nicht viel erscheinen, reicht jedoch aus, um nachweislich die Leistungsf&auml;higkeit, den Stoffwechsel, die Physiologie, die Fortpflanzung und das Verhalten verschiedenster Meeresorganismen von gro&szlig;en Haien bis hin zu kleinstem Plankton zu beeinflussen.<br /><br /><strong>Peptide als Schl&uuml;sselfaktor </strong><br />&nbsp;<br />Viele Molek&uuml;le, die den Geruch von der Geruchsquelle zu einem Meerestier transportieren, reagieren potenziell sensitiv auf pH Ver&auml;nderungen. Das gilt vor allem f&uuml;r Peptide und Proteine, die z.B. von Krabben, Seepocken und Muscheln genutzt werden. Peptid-Signalmolek&uuml;le spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht Nahrung, Fressfeinde oder den besten Platz zum Niederlassen zu finden oder w&auml;hrend der Brutpflege auf die Larven aufzupassen. Die Frage ist, ob die Reduzierung des pH-Wertes diese Peptide unbrauchbar machen k&ouml;nnte.<br />&nbsp;<br />Die Wahrnehmung von Signalstoffen bzw. Ger&uuml;chen erfolgt bei Meerestieren &uuml;ber Rezeptoren. Diese sitzen normalerweise in der &bdquo;Nase&ldquo;. Krabben &bdquo;riechen&ldquo; allerdings mit ihren Antennen und mithilfe von Rezeptoren an ihren Fu&szlig;spitzen, Damit eine Krabbe Signalstoffe wahrnehmen kann, m&uuml;ssen zwei Bedingungen erf&uuml;llt sein:<br /><br />1. Die einzelnen Teile des Geruchsmolek&uuml;ls m&uuml;ssen richtig angeordnet sein, also die richtige &bdquo;Konformation&ldquo; haben.<br /><br />&#8203;2. Die Ladung des Molek&uuml;ls muss stimmen, also positive und negative Teile m&uuml;ssen an der richtigen Stelle sein.<br />Durch die Ozeanversauerung scheinen aber sowohl die Konformation als auch die Ladung der Geruchsmolek&uuml;le beeinflusst zu werden.<br />&#8203;</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/christina1_orig.png" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><br />&#8203;Um die Struktur und Konformation von Peptid-Signalstoffen genauer zu erforschen, wird eine Technik namens Kernresonanzspektroskopie genutzt. Damit man sich aber wirklich ein Bild der Signalmolek&uuml;le in heutigen und zuk&uuml;nftigen pH Bedingungen machen kann, sind Computermodelle notwendig. Basierend auf den Messwerten der Kernresonanzspektroskopie und quantenchemischer Gleichungen l&auml;sst sich die Konformation und Ladungsverteilung der Geruchsmolek&uuml;le in heutigem pH 8.1 und zuk&uuml;nftigem pH 7.7 errechnen und sichtbar machen.<br />&#8203;<br /><strong>Computermodelle machen Ver&auml;nderung sichtbar</strong><br />&nbsp;<br />Die Abbildung unten zeigt drei Geruchsmolek&uuml;le, die dem Signalstoff &auml;hneln, den Krabbenembryos nutzen, um mit dem Muttertier zu kommunizieren. W&auml;hrend sie in ihren Eiern unter dem Bauch der Mutter h&auml;ngen, setzen die Krabbenbabys diesen Geruch frei, sobald sie mehr Sauerstoff, Ventilation oder Hilfe beim Schl&uuml;pfen ben&ouml;tigen. Die Molek&uuml;le sind zum einen so abgebildet, wie sie unter heutigen pH Bedingungen aussehen w&uuml;rden (links), und zum anderen unter den voraussichtlichen pH Bedingungen im Jahr 2100 (rechts). Die Geruchsmolek&uuml;le in heutigen Bedingungen sind relativ kompakt&nbsp; und haben klare negative (blau) und positive (rot) Ladungsteile, w&auml;hrend sie in zuk&uuml;nftigen Bedingungen eher weniger kompakt und vor allem positiver geladen sind. Diese Ver&auml;nderungen passieren genau in dem pH Bereich, der mit der Ozeanversauerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts erwartet wird. Da sowohl die Konformation als auch die Ladung der Molek&uuml;le ver&auml;ndert wird, kann davon ausgegangen werden, dass Ozeanversauerung einen deutlichen Effekt auf die Wahrnehmung von Geruchsstoffen haben wird.<br />&#8203;</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/christina2_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Drei verschiedene Geruchsmolek&uuml;le und wie sie sich aufgrund der Ozeanversauerung zwischen heute und dem Jahr 2100 ver&auml;ndern. Roggatz, Benoit & Lorch 2016.</div> </div></div>  <div class="paragraph"><br />&#8203;Ob Meerestiere in niedrigeren pH Bedingungen die Geruchsstoffe trotzdem noch riechen k&ouml;nnen, kann man mithilfe von Verhaltensbeobachtungen testen. Dazu verfolgt man das Verhalten der Tiere, in meinem Fall Strandkrabben (<em>Carcinus maenas</em>), vor und nach Zugabe des Geruchsstoffes. In normalen pH Bedingungen (pH 8.1) reagieren die Weibchen nach Zugeben des Signalstoffes mit einem vermehrten F&auml;cheln (= Ventilieren) der Eier durch ruckartiges Pumpen mit dem Schwanzende. Wie das aussieht zeigt das Video (<a href="http://bit.ly/2mw8l3c" target="_blank">http://bit.ly/2mw8l3c</a>). Wenn man die gleichen Tests in niedrigerem pH durchf&uuml;hrt, z.B. pH 7.7, wie f&uuml;r das Jahr 2100 prognostiziert, ist keine deutliche Reaktion der Strandkrabben auf den Signalstoff mehr festzustellen. Diese Beobachtung deutet darauf hin, dass die Signalmolek&uuml;le mit zunehmender Ozeanversauerung nicht nur ver&auml;ndert werden, sondern dadurch auch ihre Funktion verlieren.<br />&#8203;</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/christina3_orig.png" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><strong style="color:rgb(68, 68, 68)">Youtube-Video zu diesem Foto:</strong><span style="color:rgb(68, 68, 68)">&nbsp;&#8203;</span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=jWu9-F7gfrI" target="_blank">www.youtube.com/watch?v=jWu9-F7gfrI</a><br /><br />&#8203;Die in meiner interdisziplin&auml;ren Studie verwendete Kombination von Computersimulationen mit chemischen und biologischen Methoden hat einen neuen Mechanismus aufgedeckt, mit dem die Effekte der Ozeanversauerung auf molekularer Ebene und die Konsequenzen f&uuml;r die Molek&uuml;lfunktion sichtbar gemacht wurden.<br />&#8203;<br /><strong>Was bedeutet das jetzt genau?</strong><br />&nbsp;<br />Die untersuchten Signalmolek&uuml;le sind Beispiele f&uuml;r eine Klasse chemischer Stoffe, die auch daf&uuml;r bekannt sind, eine Rolle bei der Ansiedlung von Seepocken- und Austernlarven, dem Finden neuer H&auml;uschen-Schalen bei Einsiedlerkrebsen und der Brutpflege unterschiedlicher Krabben und Krebse zu spielen.<br />&nbsp;<br />Wenn alle Geruchsmolek&uuml;le in gleicher Weise betroffen w&auml;ren, wie die Peptide in der vorliegenden Studie, w&uuml;rde die chemische Kommunikation im Meer vermutlich gr&ouml;&szlig;tenteils zusammenbrechen. Das w&auml;re vergleichbar mit einer Welt ohne Licht und Ger&auml;usche f&uuml;r uns Menschen. Gl&uuml;cklicherweise sind aber nicht alle Signal- und Geruchsstoffe gleich, sondern arbeiten unterschiedlich. Die chemischen Eigenschaften und die Funktionsweise jedes einzelnen speziellen Signalstoffs bestimmen am Ende, ob Krabbe oder Oktopus etwas zum Mittagessen finden. Im Moment wissen wir noch viel zu wenig &uuml;ber Geruchsmolek&uuml;le und ihre Funktionsweisen im Ozean, um die &uuml;bergreifenden Effekte absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Weitreichende Konsequenzen dieses neu entdeckten Mechanismus f&uuml;r &Ouml;kosysteme sind jedoch zu erwarten und sollten dringend erforscht werden.<br /></div>  <div class="paragraph"><br />&#8203;<strong>Christina Roggatz</strong> (<a href="http://www.meeresbiologie-studieren.de/team.html" target="_blank">Profil</a>)</div>  <div class="paragraph"><br /><em>&#8203;P.S.: Vielen Dank an Dr. D. M. Benoit, Prof. M. Lorch, Dr. J. D. Hardege und dem Team von VIPER an der University of Hull, die diese Forschungsarbeit erm&ouml;glicht haben und E. Roggatz f&uuml;r ihre Unterst&uuml;tzung bei diesem Artikel.</em><br />&#8203;</div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Kreative Meerestassen: Oktopus, Seepferdchen & Delfin]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/kreative-meerestassen-oktopus-seepferdchen-delfin]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/kreative-meerestassen-oktopus-seepferdchen-delfin#comments]]></comments><pubDate>Sun, 07 Feb 2016 14:18:34 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/kreative-meerestassen-oktopus-seepferdchen-delfin</guid><description><![CDATA[       Da euch die Tasse mit dem pinken Oktopus bei Facebook so gut gefallen hat, habe ich mich auf die Suche gemacht, was es in dem Bereich so alles gibt. Meine Favoriten sind der gr&uuml;ne Oktopus links, die beiden Seepferdchen in der Mitte und die Delfingruppe ganz rechts. Bei uns im Labor herrscht oft ein heimlicher Wettbewerb darum, wer die coolste Tasse hat, daher w&uuml;rde eines dieser Exemplare vermutlich&nbsp;Eindruck schinden.&nbsp;Leider scheint es nur die wirklich bekannten Meerest [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/7783826_orig.png" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;">Da euch die Tasse mit dem pinken Oktopus bei Facebook so gut gefallen hat, habe ich mich auf die Suche gemacht, was es in dem Bereich so alles gibt. Meine Favoriten sind der <a target="_blank" href="http://amzn.to/1oi9tTU">gr&uuml;ne Oktopus links</a>, <a target="_blank" href="http://amzn.to/20P9610">die beiden Seepferdchen</a> in der Mitte und die <a target="_blank" href="http://amzn.to/20P99tD">Delfingruppe ganz rechts</a>. Bei uns im Labor herrscht oft ein heimlicher Wettbewerb darum, wer die coolste Tasse hat, daher w&uuml;rde eines dieser Exemplare vermutlich&nbsp;Eindruck schinden.&nbsp;<br /><br />Leider scheint es nur die wirklich bekannten Meerestiere als Tassen zu geben. Ich h&auml;tte da noch ein paar mehr Einf<span>&auml;lle</span> :).&nbsp;<br /><br />Ich st&ouml;bere gerne im Netz nach neuen Ideen, daher werde ich fortan meine Funde regelm&auml;&szlig;ig mit euch teilen.<br /><br /><strong>Welche Tasse findet ihr am Besten? Welches andere Tier w&uuml;rdet ihr euch w&uuml;nschen?</strong><br /><br />Liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br />Lisa<br /><br />P.S.: Wenn ihr bei unseren Meeresbiologie-Updates in der ersten Reihe sitzen m&ouml;chtet, dann meldet euch gerne f&uuml;r <a href="http://eepurl.com/bvMRyn" target="_blank"><strong>unsere Meeresbiologie-Emails</strong></a> an.&nbsp;<br /><br />&#8203;.<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[ 300 Millionen Jahre und kein Ende in Sicht ]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/-300-millionen-jahre-und-kein-ende-in-sicht]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/-300-millionen-jahre-und-kein-ende-in-sicht#comments]]></comments><pubDate>Thu, 13 Aug 2015 01:48:07 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/-300-millionen-jahre-und-kein-ende-in-sicht</guid><description><![CDATA[So sieht ein Schleimaal im Fokus aus (Quelle: Epic Wildlife).Laura B. hat sich einen Beitrag über Schleimaale gewünscht (siehe dazu das P.S.). Auf Wunsch recherchieren wir natürlich gerne ein bisschen und so trage ich euch hier interessante Fakten um dieses geheimnisvolle Tier zusammen.Schleimaale leben in allen Meeresgebieten außerhalb der arktischen Ozeane (in bis zu 2.000 Meter Tiefe) und werden auch „Inger“ genannt (nicht zu verwechseln mit „Ingwer“ vom Gemüsehändler!). Bei Fis [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"><table class="wsite-multicol-table"><tbody class="wsite-multicol-tbody"><tr class="wsite-multicol-tr"><td class="wsite-multicol-col" style="width:55.236728837877%; padding:0 15px;"><div><div class="wsite-image wsite-image-border-none" style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/4290799.png?319" alt="Bild" style="width:319;max-width:100%"></a><div style="display:block;font-size:90%">So sieht ein Schleimaal im Fokus aus (Quelle: Epic Wildlife).</div></div></div></td><td class="wsite-multicol-col" style="width:44.763271162123%; padding:0 15px;"><div class="paragraph" style="text-align:left;"><strong><span style="">Laura B. hat sich einen Beitrag &uuml;ber Schleimaale gew&uuml;nscht (siehe dazu das P.S.). Auf Wunsch recherchieren wir nat&uuml;rlich gerne ein bisschen und so trage ich euch hier interessante Fakten um dieses geheimnisvolle Tier zusammen.</span></strong></div></td></tr></tbody></table></div></div></div><div class="paragraph" style="text-align:left;"><br>Schleimaale leben in allen Meeresgebieten au&szlig;erhalb der arktischen Ozeane (in bis zu 2.000 Meter Tiefe) und werden auch &bdquo;Inger&ldquo; genannt (<font color="#24678D">nicht zu verwechseln mit &bdquo;Ingwer&ldquo; vom Gem&uuml;seh&auml;ndler!</font>). Bei Fischern sind sie nicht sehr beliebt, da sie in Grundnetzen gefangene Fische wegfuttern. Sie haben keine Schuppen, aber daf&uuml;r aber eine richtig dicke Schleimschicht. Die Augen sind stark unterentwickelt, deswegen beschr&auml;nkt sich der gemeine Schleimaal aufs riechen und tasten. (<font color="#24678D">In 2.000 Metern Tiefe ist es mit dem Licht auch ein bisschen Essig, da w&uuml;rde ich mich auch aufs Tasten verlegen!</font>)<br><span style=""></span><br><span style=""></span> <strong style="">Senkrecht eingegraben chillen</strong><br><span style=""></span><br><span style=""></span> <span style="">Schleimaale f&uuml;hren ein verflixt langweiliges Leben, weil sie den ganzen Tag senkrecht eingegraben im Meeresboden verbringen (<font color="#24678D">statt &bdquo;Faulpelz!&ldquo; k&ouml;nnte es also hei&szlig;en &bdquo;Schleimaal!&ldquo;</font>). Zum Fressen muss sich Mr. Schleimaal aber dann doch ein bisschen anstrengen: er verknotet seinen K&ouml;rper zu einer Schlinge und nutzt das, um sich abzust&uuml;tzen (<font color="#24678D">Das muss man gesehen haben! Video unten anklicken!</font>)</span><span style="">. Bei 35 bis 60 Zentimeter K&ouml;rperl&auml;nge kann man sich schon ganz gut verknoten! Gro&szlig;e Auswahl auf dem Futter-Men&uuml; hat er aber nicht: meistens schnappt er sich das, was ihm vor die Beisserchen sinkt. Wobei er auch keine richtigen Z&auml;hne hat, sondern stattdessen Hornz&auml;hne, die er zum Raspeln der Beute verwendet.</span><span style=""><br><br></span></div><div><div id="351157687387575178" align="center" style="width: 100%; overflow-y: hidden;" class="wcustomhtml"><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/tKTRv3hx1s0" frameborder="0" allowfullscreen=""></iframe></div></div><div class="paragraph" style="text-align:left;"><br><strong style="">Kein Unterschied zu Vorfahren</strong><br><span style=""></span><br><span style=""></span> Wenn ihr Biologie studiert, werdet ihr fr&uuml;her oder sp&auml;ter auf die Schleimaale und ihre Verwandten die Neunaugen stossen, weil sie eine wichtige Rolle in der Systematik der Tiere spielen (also quasi im Stammbaum des Lebens auf der Erde). Schleimaale sind die einzigen lebenden Tiere, die zwar einen Sch&auml;del, aber keine Wirbels&auml;ule haben. Sie verf&uuml;gen &uuml;ber kein Gebiss und gelten als stammesgeschichtlich sehr alte &bdquo;lebende Fossilien&ldquo;. Heute vorkommende Schleimaale &auml;hneln denen vor 300 Millionen Jahren . Es hat also keine gro&szlig;en Ver&auml;nderungen oder Anpassungen in dieser Zeit gegeben (<font color="#24678D">Rein biologisch betrachtet ist das ziemlich heftig!</font>).<br><span style=""></span><br><span style=""></span> <strong style="">Diese Saison im Trend: Aalleder</strong><br><span style=""></span><br><span style=""></span> Was ich ziemlich &uuml;berraschend fand, war die Sache mit dem &bdquo;Aalleder&ldquo; (<font color="#24678D">Was zum Kuckuck?</font>). Aus den H&auml;uten von Schleimaalen wird Leder hergestellt, weswegen in manchen Regionen schon die Best&auml;nde stark verringert wurden. Stattdessen interessieren sich Biotechnologie-Forscher eher f&uuml;r den Aalschleim, der rei&szlig;feste Fasern enth&auml;lt, die man in anderen Gebieten anwenden k&ouml;nnte.<br><span style=""></span><br><span style=""></span> Wem das noch nicht genug Streberwissen ist, der kann gerne hier noch ein bisschen herumnerden: <a target="_blank" href="http://www.fishbase.org/Summary/FamilySummary.php?ID=2">FishBase <em style="" mso-bidi-font-style:="">Myxinidae</em></a> (<font color="#24678D">Aber auf Englisch, damit sich der Spa&szlig; auch lohnt!^^</font>).<br><span style=""></span><br><span style=""></span> <strong>Wie findet ihr Schleimaale?</strong><br>Fragen, Anregungen und Kommentare gerne hier im Blog oder bei uns auf Facebook!<br><span style=""></span><br><span style=""></span> ~<a href="https://www.meeresbiologie-studieren.de/team.html">Lisa</a><br><span style=""></span><br><span style=""></span> <span style="">P.S.: Oje&hellip; nachdem ich diesen Artikel bereits fertig geschrieben habe, fiel mir auf, dass sich Laura B. &bdquo;<em>Pelikanaale</em>&ldquo; gew&uuml;nscht hatte. Das heben wir uns einfach f&uuml;r n&auml;chstes Mal auf, ok? Keinen Plan, warum mir das durcheinander gekommen ist.<br><br>Disclaimer: Das Eingangsbild stammt von <a target="_blank" href="https://www.youtube.com/watch?v=3KYpB4Rlywo">Epic Wildlife</a> Youtube.<br></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Up all night: Von kleinen Krebsen und inneren Uhren]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/up-all-night-von-kleinen-krebsen-und-inneren-uhren]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/up-all-night-von-kleinen-krebsen-und-inneren-uhren#comments]]></comments><pubDate>Sun, 05 Jul 2015 15:55:18 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/up-all-night-von-kleinen-krebsen-und-inneren-uhren</guid><description><![CDATA[An Board der RV Calanus in Schottland ((C) Lukas Hüppe). S&ouml;ren H&auml;fker promoviert am Alfred-Wegener-Institut &uuml;ber genetisch gesteuerte Uhren in kleinen planktonischen Krebsen. Daf&uuml;r ist er mit zwei Studenten nach Schottland gereist, um Laborexperimente durchzuf&uuml;hren und im dortigen Loch Etive Proben zu sammeln. Neben aufwendigen Vorbereitungen stellen vor allem lange Nachtschichten eine gro&szlig;e Herausforderung dar.   In meiner Doktorarbeit untersuche ich, wie tages-  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<span class='imgPusher' style='float:left;height:0px'></span><span style='display: table;z-index:10;width:373px;position:relative;float:left;max-width:100%;;clear:left;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/4433602.jpg?355" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; margin-right: 10px; border-width:1px;padding:3px; max-width:100%" alt="Bild" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;" class="wsite-caption">An Board der RV Calanus in Schottland ((C) Lukas H&uuml;ppe).</span></span> <div class="paragraph" style="text-align:justify;display:block;"><strong><span style="" "font-size:10.0pt;mso-bidi-font-size:11.0pt;="" font-family:&quot;arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="">S&ouml;ren H&auml;fker promoviert am Alfred-Wegener-Institut &uuml;ber genetisch gesteuerte Uhren in kleinen planktonischen Krebsen. Daf&uuml;r ist er mit zwei Studenten nach Schottland gereist, um Laborexperimente durchzuf&uuml;hren und im dortigen Loch Etive Proben zu sammeln. Neben aufwendigen Vorbereitungen stellen vor allem lange Nachtschichten eine gro&szlig;e Herausforderung dar.<br /></span></strong></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><br /><span style="" "font-size:10.0pt;mso-bidi-font-size:11.0pt;="" font-family:&quot;arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="">In meiner Doktorarbeit untersuche ich, wie <strong>tages- und jahreszeitliche Rhythmen bei dem Ruderfu&szlig;krebs <em style="">Calanus finmarchicus</em></strong> gesteuert sind. Nahezu alle Lebewesen besitzen eine innere (endogene) Uhr, die verschiedenste k&ouml;rperliche Prozesse steuert und sie an den 24-st&uuml;ndigen Tageszyklus anpasst. <em style="">Calanus finmarchicus</em> zeigt zum Beispiel t&auml;gliche Vertikalwanderungen, wobei die Tiere den Tag im tiefen Wasser verbringen und nachts zum Fressen an die Oberfl&auml;che wandern. Endogene Uhren k&ouml;nnen zudem genutzt werden, um die L&auml;nge des Tages zu messen, was direkt Aufschluss &uuml;ber die Jahreszeit gibt. W&auml;hrend solche Uhren bei Landlebewesen ziemlich gut untersucht sind, ist in diesem Bereich &ndash; der <strong>Chronobiologie</strong> - bei Meerestieren bisher kaum etwas bekannt. Man wei&szlig; zwar, dass <em style="">Calanus finmarchicus</em>&nbsp;den Winter im tiefen Wasser in einer Art &bdquo;Winterschlaf&ldquo; verbringt, aber was den Tieren sagt, wann sie schlafen und wann wieder aufwachen sollen, ist noch vollkommen unklar. Ich m&ouml;chte nun feststellen, <strong>ob <em style="">Calanus finmarchicus</em> eine innere Uhr besitzt</strong>, wie sie genetisch funktioniert und welchen Einfluss sie auf den Tages- und Jahresrhythmus hat.</span><br /><span style="" "font-size:10.0pt;mso-bidi-font-size:11.0pt;="" font-family:&quot;arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"=""><br /></span></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/583965_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Das Forschungsteam unter Leitung von S&ouml;ren H&auml;fker zu Besuch in den Highlands ((C) Laura Halbach).</div> </div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><br /><span style="" "font-size:10.0pt;mso-bidi-font-size:11.0pt;="" font-family:&quot;arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"=""><font size="3"><strong>Ideale Bedingungen am Loch Etive</strong></font><br /><br />Gerade sind f&uuml;r mich <strong>2 Monate Feldarbeit in Schottland</strong> zu Ende gegangen. Im Loch Etive (Loch bedeutet See) an der schottischen Westk&uuml;ste habe ich Proben gesammelt und bei der nahegelegenen <strong>&bdquo;Scottish Association for Marine Science&ldquo; (SAMS)</strong> Laborexperimente durchgef&uuml;hrt. Der Grund warum es mich in die Highlands verschlagen hat, ist ein lokales Vorkommen von <span style="">&nbsp;</span><em style="">C. finmarchicus</em>. Die nicht mehr als 3 mm gro&szlig;e Krebsart aus der Gruppe der Copepoden (Ruderfu&szlig;krebse) ist im gesamten Nordatlantik zu finden und spielt eine entscheidende Rolle im Nahrungsnetz beim Transfer von Biomasse von den einzelligen Algen (Phytoplankton) zu h&ouml;heren Ebenen wie Dorsch oder Hering. Die Copepoden sammeln beim Fressen der Algen reiche Fettreserven an, die sie auch f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Fische zur lohnenden Beute machen. Die im Loch Etive lebende Population ist leicht zu erreichen und es gibt dort keine nahe verwandten Arten, die das Sortieren der Copepoden erschweren w&uuml;rden. <strong>Ideale Bedingungen</strong> also.</span></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/895924.jpg?263" alt="Bild" style="width:263;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Z&auml;hlungen in der Plexiglass&auml;ule ((C) S&ouml;ren H&auml;fker).</div> </div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><br />  Schon im August letzten Jahres war ich f&uuml;r ein paar Tage in Schottland, um die Leute und die Laborsituation am SAMS kennenzulernen und mit den dortigen Wissenschaftlern Pl&auml;ne f&uuml;r unsere Arbeit zu machen. Neben der Miete des kleinen <strong>Forschungsschiffs &bdquo;RV Calanus&ldquo;</strong> musste vor allem gekl&auml;rt werden, welches Equipment vorhanden ist und was wir selber mitbringen m&uuml;ssen. Die ersten Monate von 2015 habe ich dann damit verbracht, Fl&uuml;ge und Unterkunft zu suchen, noch fehlendes Material zu ordern, alles in Kisten zu packen, deren Transport nach Schottland zu organisieren sowie einen Haufen anfallenden Papierkram abzuarbeiten. Man vergisst es oft, aber damit eine Expedition erfolgreich verlaufen kann, ist <strong>langfristige und gr&uuml;ndliche Vorbereitung entscheidend</strong>. Merkt man erst an Bord des Schiffs, dass man etwas vergessen hat, ist es zu sp&auml;t.<br /><span style=""></span><br /><span style=""></span></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><font size="3"><br /></font><br /><font size="3"><strong>Kein Schlaf w&auml;hrend der Experimente zur Chronobiologie</strong></font><br />  <br />Anfang Mai machte ich mich dann mit den Studenten <strong>Laura Halbach und Lukas H&uuml;ppe</strong> auf den Weg nach Oban, Schottland. Die beiden haben mich w&auml;hrend der Zeit gro&szlig;artig unterst&uuml;tzt und das war auch n&ouml;tig, denn wie Ihr sehen werdet, waren die Aufgaben die vor uns lagen, keine die man alleine h&auml;tte bew&auml;ltigen k&ouml;nnen. Anfang Mai sowie Ende Juni sind wir mit der RV Calanus in den Loch Etive gefahren, wo wir 28 Stunden geankert haben und <strong>alle 4 Stunden mit einem Netz Copepoden gesammelt</strong> haben. Die wurden dann zuerst an Bord mit Stereolupen (Mikroskope f&uuml;r nicht ganz sooo kleines Zeug) sortiert und dann in Chemikalien oder fl&uuml;ssigem Stickstoff f&uuml;r sp&auml;tere Analysen konserviert. Der 4-Stunden-Rhythmus sorgte daf&uuml;r, dass wir dabei <strong>keinen Schlaf bekommen haben</strong>, aber sowas geh&ouml;rt in der Chronobiologie einfach dazu und mit der Zeit gew&ouml;hnt man sich auch etwas an solche Arbeitszeiten. Zugegeben, es liegt eine gewisse Ironie darin, die eigene innere Uhr so durcheinander zu bringen, um sie bei anderen Lebewesen zu erforschen.<br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>  In den Wochen zwischen den Probennahmen im Loch haben wir dann Laborexperimente durchgef&uuml;hrt, bei denen Copepoden zuerst bei einem normalen Tag/Nach-Rhythmus und anschlie&szlig;end in konstanter Dunkelheit gehalten wurden. Bei diesen 3-t&auml;gigen Versuchen wurden wieder alle 4 Stunden Proben genommen, wobei wir diesmal dank der Unterst&uuml;tzung schottischer Studenten in <strong>12-Stunden-Schichten</strong> arbeiten konnten, was im Vergleich zur Schiffsarbeit eine echte Erholung war. <br /><br /><font size="3"><strong>Untersuchungen zur Vertikalwanderung: in 12-Stunden-Schichten</strong></font><br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>  Zu guter Letzt haben wir direkt nach der Probennahme Ende Juni noch ein 5-t&auml;giges Experiment zur vertikalen Wanderung der Copepoden durchgef&uuml;hrt. Dabei haben wir st&uuml;ndlich die Verteilung der Tiere in verschiedenen Tiefen einer Plexiglass&auml;ule gez&auml;hlt. Auch hier wurde wieder in 12-Stunden-Schichten gearbeitet, wobei die gro&szlig;e Herausforderung darin lag, dass das Experiment direkt nach der Probennahme im Loch Etive stattfand. Ich habe die erste Nachtschicht gemacht und obwohl ich an Bord 3-4 Stunden Schlaf bekam, hie&szlig; das unterm Strich <strong>mehr als 48 Stunden wach bleiben</strong> und dabei noch konzentriert arbeiten.<br /><span style=""></span><br /><span style=""></span></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/2968316_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Beringte Papageientaucher an der K&uuml;ste Schottlands ((C) S&ouml;ren H&auml;fker).</div> </div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><br />  Ich hoffe, dass mein Bericht nicht allzu abschreckend klingt, denn obwohl die Arbeit zweifellos sehr anstrengend war, mache ich sie gerne. Man wei&szlig;, dass man an Fragen arbeitet, auf die bisher niemand eine Antwort gefunden hat, geschweigen denn danach gesucht hat. Zudem konnten wir einen Teil der Zeit in Schottland auch dazu nutzen, um die <strong>Landschaft und die Natur der Highlands zu erkunden</strong> und zu genie&szlig;en. Man muss eben auch daran denken, dass man hin und wieder durchatmen und neue Kraft sammeln muss. Die n&auml;chste 24-Studen-Schicht kommt schlie&szlig;lich bestimmt!<br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>    Die gesammelten Proben werden nun an das <strong>Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven</strong> geschickt, wo ich sie im Labor analysieren werde. Das wird aber Thema eines anderen Blogbeitrags sein. Wenn ihr Fragen zu meinem Arbeitsalltag oder zu Copepoden habt, fragt mich gerne.<br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>    Viele Gr&uuml;&szlig;, S&ouml;ren<br /><span style=""></span><br /><span style=""></span></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/6865085_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Calanus finmarchicus geh&ouml;rt zu den Ruderfu&szlig;krebsen. Hier in Szene gesetzt von Lukas H&uuml;ppe (C).</div> </div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Hinter den Kulissen: Wie Arbeit am Strand wirklich ist]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/hinter-den-kulissen-wie-arbeit-am-strand-wirklich-ist]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/hinter-den-kulissen-wie-arbeit-am-strand-wirklich-ist#comments]]></comments><pubDate>Sun, 19 Apr 2015 15:44:56 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/hinter-den-kulissen-wie-arbeit-am-strand-wirklich-ist</guid><description><![CDATA[ 	 		 			 				 					 						      Ein Cape-Seeigel in der Hand meiner Kollegin. (C) L. Mertens    					 								 					 						  Meeresbiologen haben das gro&szlig;e Los gezogen: wenn sie am Strand abh&auml;ngen, d&uuml;rfen sie das sogar &bdquo;Arbeit&ldquo; nennen. Aber stimmt das wirklich? Oder vermitteln uns die abenteuerlichen Fotos einen verzerrten Eindruck? Hier berichte ich &uuml;ber unseren Strandtag (Feldtag) in Kapstadt.Unser Auto war vollgestopft mit Kisten und K&uuml;hlboxen, als wir u [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-thin " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/3138392.jpg?296" alt="seeigel meeresbiologie" style="width:296;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Ein Cape-Seeigel in der Hand meiner Kollegin. (C) L. Mertens</div> </div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;="" font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:="" calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;="" mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="" style=""><strong>Meeresbiologen haben das gro&szlig;e Los gezogen: wenn sie am Strand abh&auml;ngen, d&uuml;rfen sie das sogar &bdquo;Arbeit&ldquo; nennen. Aber stimmt das wirklich? Oder vermitteln uns die abenteuerlichen Fotos einen verzerrten Eindruck? Hier berichte ich &uuml;ber unseren Strandtag (Feldtag) in Kapstadt.</strong></span><br /><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;="" font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:="" calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;="" mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="" style=""><br />Unser Auto war vollgestopft mit Kisten und K&uuml;hlboxen, als wir uns vormittags auf den Weg nach Kapstadt machten (vergangenen Montag). Der K&uuml;stenabschnitt, den ich gemeinsam mit einer Kollegin erforsche, nennt sich &bdquo;Sea Point&ldquo;. Mit einem Vorlauf von mehreren Wochen haben wir den Trip geplant und die Sammelbeh&auml;lter beschriftet. Vier Arten brauchen wir heute, und davon jeweils auch noch etwa 40 Exemplare. Es wird ein langer Tag!<br /></span><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;="" font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:="" calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;="" mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="" style=""><br /></span></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:49.999999999999%; padding:0 15px;"> 					 						  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><strong><font size="3">Das Leben im Felswatt</font></strong><br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>  Wie ihr auf den Fotos sehen k&ouml;nnt, besteht Felswatt aus Felsformationen, die t&auml;glich den Gezeiten ausgesetzt sind. In kleinen T&uuml;mpeln und Ritzen &uuml;berstehen die Meerestiere auch die Phase, in denen sie sich nicht komplett im Wasser befinden. Allerdings ist das Klettern im Felswatt gef&auml;hrlich. Dichte Algenmatten bewahren sich einen Rest Feuchtigkeit und man rutscht sehr leicht auf ihnen aus. Man kann sich an Muschelkanten, an Felsen oder an zerbrochenem Glas schneiden. Wir beginnen die Gegend zu durchsuchen und wenig sp&auml;ter m&uuml;ssen tats&auml;chlich zwei Schnittverletzungen versorgt werden. Von der Strandpromenade aus folgen uns neugierige Blicke von Touristen und Einheimischen, wobei wir immer etwas besorgt unsere Kisten im Auge behalten m&uuml;ssen, damit sich niemand daran zu schaffen macht. <br /></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:49.999999999999%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-thin " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/8587612.jpg?261" alt="meeresbiologin strand kapstadt" style="width:261;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Schnell ein Foto in Aktion geschossen, dann zur&uuml;ck an die Arbeit. (C) L. Mertens</div> </div></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;">Als wir in Sea Point ankommen, beobachten wir auf dem Parkplatz zwei Polizisten, die gerade mit allen Kr&auml;ften versuchen einen Mann festzunehmen. Unter Geschrei stopfen sie ihn schlie&szlig;lich ins Polizeiauto und rasen davon. Etwas beunruhigt laden wir unsere Kisten aus. Sea Point ist durchaus eine nicht ganz ungef&auml;hrliche Gegend, wie wir sp&auml;ter noch feststellen werden. Gl&uuml;cklicherweise taucht kurz darauf unser dritter Kollege im Bunde auf und wir tragen die Netze und Container mit vereinten Kr&auml;ften von der Promenade ins Felswatt hinunter. Die Flut hat ihren H&ouml;chstpunkt erreicht und nun haben wir die Chance mit ablaufendem Wasser, immer ein bisschen weiter hinauszuklettern, bis sie zur&uuml;ckkommt.<br /><span style=""></span><br /><span style=""></span></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><strong><font size="3">Gesellschaft der etwas anderen Art<br /></font></strong><br /><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;="" mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;="" mso-bidi-theme-font:minor-bidi;mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;="" mso-bidi-language:ar-sa"="" style="">Vom Strand her f&uuml;hrt eine Art alter Bootssteg durchs Felswatt ins offene Meer hinaus. Zuerst wundern wir uns nicht, dass sich dort eine Gruppe M&auml;nner mit ihren Rucks&auml;cken niedergelassen hat. Wenn es drau&szlig;en warm ist, findet man schlie&szlig;lich &uuml;berall Menschen. Schlagartig wird mir allerdings doch mulmig, denn als unsere Suche uns immer n&auml;her an den Bootssteg heranf&uuml;hrt, erkenne ich aus der Ferne, wie sie mit hellem Pulver in Plastikt&uuml;tchen hantieren. Ich wehre mich gegen den Gedanken, aber hier haben wir tats&auml;chlich eine Gruppe von Drogendealern aufgest&ouml;bert! Sie unterbrechen ihre Arbeit nicht, behalten uns aber argw&ouml;hnisch im Auge. Wenig sp&auml;ter bricht unter den M&auml;nnern Streit aus und sie br&uuml;llen sich gegenseitig an. Ich ducke mich mit meinen Kollegen hinter zwei Felsen und wir tun so, als w&auml;ren wir sehr besch&auml;ftigt, bis die Stimmen ruhiger werden. Vielleicht w&uuml;rde ich jetzt doch gerne mit meinem Schreibtisch tauschen?</span></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><br />Die Sonne brennt auf uns herab, unsere Klamotten sind durchn&auml;sst vom Salzwasser oder fleckig von den Algenmatten. Trotz Sonne zittern wir etwas im Wind, der hier immer recht kalt ist und schnell K&ouml;rperw&auml;rme stielt. Doch unsere Sammelbeh&auml;lter f&uuml;llen sich und ich versuche nicht mehr an die kriminelle Bande zu denken. War es unklug, das Risiko auszuhalten? H&auml;tten wir an einem anderen Tag zur&uuml;ckkommen sollen? Ich wei&szlig; es nicht. Unser Kollege sorgt schlie&szlig;lich f&uuml;r den H&ouml;hepunkt des Tages: er stapft in seinem beschmutzten Outfit in einen Schnellimbiss und kehrt mit einer Riesenportion Pommes zur&uuml;ck. So sitzen wir - mehr oder weniger bequem - zwischen den zackigen Felsen und verschlingen die Pommes mit Heisshunger. Als es anf&auml;ngt zu d&auml;mmern, werden die Schatten im Felswatt zu lang, um die T&uuml;mpel abzusuchen. Zudem kehrt die Flut zur&uuml;ck und wir wissen die Bande in unserer N&auml;he. Obwohl uns f&uuml;r die letzte Art (ein Fisch) noch etwa zwanzig Proben fehlen, m&uuml;ssen wir schlie&szlig;lich aufgeben und geraten auf dem Heimweg in den t&uuml;ckischen Feierabendverkehr in Kapstadt. <br /><span style=""></span><br /><span style=""></span><strong><font size="3">  Kein Ende des Tages in Sicht<br /></font></strong><span style=""></span><br /><span style=""></span>  <span "font-size:11.0pt;line-height:115%;font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;="" mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;="" mso-bidi-theme-font:minor-bidi;mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;="" mso-bidi-language:ar-sa"="" style="">Mit gro&szlig;er Versp&auml;tung treffen wir an der Universit&auml;t ein und k&ouml;nnen das Auto entladen. Energie haben meine Kollegin und ich an diesem Punkt nicht mehr, aber wir hieven unsere Kisten in den vierten Stock und packen die Beh&auml;lter aus. Es ist bereits acht Uhr abends. Wir halten uns mit Kaffee und Musik wach, um die Proben nun von den gro&szlig;en Beh&auml;ltern in die vielen kleinen Beh&auml;lter umzusetzen. Wenn ihr mitgerechnet habt, dann sind es knapp 160 insgesamt, aber wir m&uuml;ssen noch eine Zusatzprobe entnehmen und so sitzen wir in dieser Nacht &uuml;ber 300 Einzelproben ab. Vor lauter M&uuml;digkeit m&uuml;ssen wir sp&auml;ter noch einen aufgeschnittenen Finger versorgen. Um zwei Uhr morgens endlich die Erl&ouml;sung: Feierabend! Schweigend fahren wir durch die menschenleeren Stra&szlig;en nach Hause. Ich lege ein altes Handtuch aufs Bett und schlafe einfach darauf ein, denn zum Duschen reicht die Energie nicht mehr. Hauptsache Feierabend!</span><br /><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;="" mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;="" mso-bidi-theme-font:minor-bidi;mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;="" mso-bidi-language:ar-sa"="" style=""><br /></span></div>  <div><div class="wsite-multicol"><div class="wsite-multicol-table-wrap" style="margin:0 -15px;"> 	<table class="wsite-multicol-table"> 		<tbody class="wsite-multicol-tbody"> 			<tr class="wsite-multicol-tr"> 				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-thin " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/9068433.jpg?251" alt="s&uuml;dafrika kapstadt sea point" style="width:251;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Zugegebenerma&szlig;en ein sehr sch&ouml;nes Panorama! Im Vordergrund sieht man das Felswatt. (C) L. Mertens</div> </div></div>   					 				</td>				<td class="wsite-multicol-col" style="width:50%; padding:0 15px;"> 					 						  <div class="paragraph" style="text-align:left;">Am n&auml;chsten Tag qu&auml;lt mich ein fieser Muskelkater von dem Geklettere im Felswatt. Ich hoffe, dass ich nun etwas mehr im Training bin, denn sp&auml;ter im April werden wir zu einem l&auml;ngeren Trip entlang der K&uuml;ste aufbrechen, um f&uuml;r mehrere Tage Proben zu sammeln. Gut, dass wir schon einen gro&szlig;en Erstehilfekoffer organisiert haben!<br /><span style=""></span><br /><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;="" mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:="" minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;="" mso-bidi-theme-font:minor-bidi;mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;="" mso-bidi-language:ar-sa"="" style="">~Lisa</span></div>   					 				</td>			</tr> 		</tbody> 	</table> </div></div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;="" font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:="" calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;="" mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="" style=""><br /></span><br /><span "font-size:11.0pt;line-height:115%;="" font-family:&quot;calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family:="" calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin;="" mso-bidi-font-family:&quot;times="" roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi;="" mso-ansi-language:de;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="" style=""><br />Ich hoffe, dass ihr einen Eindruck von unserer Feldarbeit erhalten konntet! =D Vermutlich versteht ihr jetzt auch, warum wir uns so stark dagegen wehren, dass wir am Strand vermeintlich &bdquo;chillen&ldquo;. Zum Rumsitzen war tats&auml;chlich keine Chance ;). Und es ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, dass unsere Arbeit nicht in der Anzahl von Stunden bezahlt wird, sondern eher nach den erbrachten Ergebnissen. Ein hoher pers&ouml;nlicher Einsatz und keine Beschwerden &uuml;ber Nachtschichten z&auml;hlen da auch dazu. &Uuml;berrascht euch das ein wenig? Ich w&uuml;rde liebend gerne h&ouml;ren, ob ihr euch unter Strandarbeit etwas anderes vorgestellt habt?</span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Lesen, Schreiben, Rechnen - Wie der wissenschaftliche Alltag aussieht]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/-lesen-schreiben-rechnen-wie-der-wissenschaftliche-alltag-aussieht]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/-lesen-schreiben-rechnen-wie-der-wissenschaftliche-alltag-aussieht#comments]]></comments><pubDate>Sun, 15 Mar 2015 16:49:14 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/-lesen-schreiben-rechnen-wie-der-wissenschaftliche-alltag-aussieht</guid><description><![CDATA[Was machen die da eigentlich den ganzen Tag? In Filmen werden Wissenschaftler oft als komische Au&szlig;enseiter dargestellt, die den ganzen Tag im wei&szlig;en Kittel herumlaufen, Fl&uuml;ssigkeiten zum explodieren bringen, Studenten mit Pr&uuml;fungen qu&auml;len - oder (in unserem Fall) Wale oder Delfine beschmusen.   Im Hintergrund sieht man kleine bunte Plastikbehälter für Labortätigkeiten.   Was machen wir also wirklich? Spannende Frage, besonders wenn man sich f&uuml;r den Alltag des B [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><!--[if gte mso 9]>        <![endif]--><!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--><!--[if gte mso 10]>   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-language:EN-US;}  <![endif]--><strong><span style="font-size:11.0pt;line-height:115%; font-family:&quot;Calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family: Calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:&quot;Times New Roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-ansi-language:DE;mso-fareast-language:EN-US;mso-bidi-language:AR-SA">Was machen die da eigentlich den ganzen Tag? In Filmen werden Wissenschaftler oft als komische Au&szlig;enseiter dargestellt, die den ganzen Tag im wei&szlig;en Kittel herumlaufen, Fl&uuml;ssigkeiten zum explodieren bringen, Studenten mit Pr&uuml;fungen qu&auml;len - oder (in unserem Fall) Wale oder Delfine beschmusen. <br /></span></strong></span></span></span></span></span></div>  <span class='imgPusher' style='float:left;height:0px'></span><span style='display: table;z-index:10;width:374px;position:relative;float:left;max-width:100%;;clear:left;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/6966203.jpg?356" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; margin-right: 10px; border-width:1px;padding:3px; max-width:100%" alt="Bild" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;" class="wsite-caption">Im Hintergrund sieht man kleine bunte Plastikbeh&auml;lter f&uuml;r Labort&auml;tigkeiten.</span></span> <div class="paragraph" style="text-align:justify;display:block;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><!--[if gte mso 9]>        <![endif]--><!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--><!--[if gte mso 10]>   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-language:EN-US;}  <![endif]-->  <br />Was machen wir also wirklich? Spannende Frage, besonders wenn man sich f&uuml;r den Alltag des Berufs interessiert. Fangen wir mal ganz von vorne an: Ein braver Wissenschaftler geh&ouml;rt weder auf ein Boot, noch in ein Uboot oder auf eine Buschsafari. Brave Wissenschaftler halten sich dort auf, wo ihr Schreibtisch steht! Da wir den so ausgiebig nutzen, haben wir eventuell sogar mehrere davon. Der Arbeitsalltag eines Forschers beginnt irgendwann zwischen 7 und 9 Uhr damit, dass der Computer angeschaltet wird! =)<br /><br /><span></span><font size="3"><strong>Alles beginnt mit ausgiebigem Lesen</strong></font><br /><br /><span></span>  Sobald dr&auml;ngende Emails oder Anrufe abgearbeitet sind, widmet man sich den drei gro&szlig;en Themen unseres Berufes: <strong>Lesen, Schreiben oder Rechnen</strong>. Es kann also gut sein, dass wochen- oder monatelang nichts weiter passiert, als dass man m&ouml;glichst viele Informationen &uuml;ber ein Thema zusammentr&auml;gt <strong>(-&gt; Lesen)</strong>. Dazu sieht man sich fr&uuml;here Projekte von Kollegen an und st&ouml;bert in Daten und Aufs&auml;tzen zum gew&auml;hlten Thema. Wenn ich pers&ouml;nlich den ganzen Tag lang konzentriert Projektberichte lese, gehe ich mit fiesen Kopfschmerzen nach Hause. Aber das macht nichts, denn idealerweise habe ich mir ein Thema ausgesucht, das mich interessiert und mir Spa&szlig; macht. Und &bdquo;Spa&szlig;&ldquo; bedeutet, dass ich Kopfschmerzen oder &auml;hnliches willig in Kauf nehme.<br /><span></span><br /><span></span>  </span></span>Zum fortgeschrittenen Zeitpunkt habe ich genug Infos gesammelt, um darauf aufbauend meine eigenen Forschungsfragen auszuarbeiten <strong>(-&gt; Schreiben)</strong>. Welche Fragen m&ouml;chte ich beantworten? Wie viel Zeit brauche ich dazu? Wie viel Geld wird das kosten? Wer soll mitarbeiten? Ich schreibe einen Antrag, der all diese Punkte enth&auml;lt und bete darum, dass mein Professor/Professorin oder der Geldgeber (z.B. Forschungsgemeinschaft) meinen Antrag annimmt. Sp&auml;testens in dieser Phase schl&auml;ft man recht unruhig, weil die Zukunft der eigenen Arbeit an dem Antrag h&auml;ngt.</span></span></span></span></span></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-thin " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/4736901_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Hier ein Beispiel aus einem Kurs an der Universit&auml;t. Soweit ich mich korrekt erinnere, haben wir hier zur &Uuml;bung Photosyntheseaktivit&auml;t gemessen. </div> </div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><!--[if gte mso 9]>        <![endif]--><!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--><!--[if gte mso 10]>   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-language:EN-US;}  <![endif]-->  <br /><font size="3"><strong>N&auml;chster Schritt: Proben sammeln</strong></font><br /><br />Gehen wir davon aus, dass mein Antrag nach kleineren &Auml;nderungen zugelassen wurde. Nachdem ich bis hierhin nur theoretisch gearbeitet habe, beginnt nun der praktische Teil. Ich schaffe die Proben herbei, die ich brauche, um meine Fragen zu beantworten. Eine &bdquo;Probe&ldquo; kann je nach Frage so ziemlich alles sein: einzellige Algen, ein St&uuml;ck einer Fischflosse, ein St&uuml;ck einer Koralle, Larven eines Seeigels, kleine Ruderfusskrebse, die Anzahl von Eiern in Nestern von Seeschwalben&hellip; Wie und was man da genau sammelt, muss man sich vorher eventuell wegen dem Naturschutzgesetz genehmigen lassen.<br /><span></span><br /><span></span>  Sobald ich meine verschiedenen &bdquo;Proben&ldquo; habe, wende ich (Mess- oder Analyse-) Methoden an, um meine Forschungsfrage zu beantworten. Damit meine sp&auml;teren Ergebnisse anerkannt werden, muss ich auch eine anerkannte Messmethode verwenden und diese sauber ausf&uuml;hren. Wenn ich ein absoluter Profi bin, kann ich auch selbst entwickelte Methoden anweden, ABER bevor ich das darf, muss ich der weltweiten Gemeinschaft von Wissenschaftlern genau erkl&auml;ren, was ich da mache und warum meine Methode nachweislich sogar genauer oder besser ist. Das ist n&auml;mlich der Trick an der Geschichte: Experimente oder Messmethoden m&uuml;ssen weltweit nachvollziehbar und wiederholbar sein. <br />Ergebnisse gewinnen an Beweiskraft, wenn mehrere unabh&auml;ngig arbeitende Teams feststellen, dass sie die gleichen Ergebnisse erhalten. In der Praxis l&ouml;sen wir das so, dass wir m&ouml;glichst einheitliche Methoden in unserem Fachgebiet verwenden, damit man die Ergebnisse vergleichen kann. Wenn das hier einer von meinen wissenschaftlichen Kollegen liest, k&ouml;nnte er sich dar&uuml;ber beschweren, dass ich diesen Vorgang vereinfacht dargestellt habe. Das ist richtig - denn mit den genauen Abl&auml;ufen und der Vergleichbarkeit von Ergebnissen k&ouml;nnte man locker ein paar B&uuml;cher f&uuml;llen.<br /><br /><font size="3"><strong>Forschung h&auml;lt eine Vielzahl von Methoden bereit</strong></font><br /><br /><span></span>  Ganz kurz noch einen Einblick in ein paar Methoden: Das reicht vom einfachen z&auml;hlen, wiegen, Gr&ouml;&szlig;e messen oder Gestalt aufzeichnen zu heute angesagteren Methoden wie z.B. die DNA aus Zellen herausholen, Aktivit&auml;t der Photosynthese messen, W&auml;rme/K&auml;lte-Behandlungen, Fortkommen in einer Meeresstr&ouml;mung berechnen, Wanderwege von gr&ouml;&szlig;eren Tieren aufzeichnen, Mageninhalte, Blutanalysen, R&auml;uber-/Beute-Beziehungen, Krankheiten und Parasiten, Analysen zum Proteingehalt, chemische Inhaltsstoffe einer Substanz ermitteln&hellip; die M&ouml;glichkeiten sind unendlich und h&auml;ngen sehr stark vom Forschungsgebiet und vom aktuellen Projekt ab. <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>Hier kann ich es vielleicht nochmal anbringen: kuscheln mit Delfinen oder ausgedehnte Erkundungstouren mit einem Uboot z&auml;hlen nicht zu unseren Methoden.<br /><br /><font size="3"><strong>Zur&uuml;ck an den PC: Jetzt wird gerechnet</strong></font><br /><span></span><br /><span></span>  Je nach Methode und Anzahl der urspr&uuml;nglichen Proben stehe ich sp&auml;testens jetzt mit einem Riesenhaufen an Daten da. Nun geht es schnurstaks zur&uuml;ck an den Schreibtisch! Nun ist es &auml;hnlich wie zuvor mit den Analysemethoden: ich schnappe mir einige anerkannte Statistikprogramme (Achtung: stark vereinfacht!) und mache mich daran, in tage- und monatelanger Kleinstarbeit, die Daten zu &uuml;berpr&uuml;fen und nach Unterschieden oder Mustern zu suchen (-&gt; Rechnen). An dieser Stelle reden wir wieder &uuml;ber die Kopfschmerzen, die ich eingangs beschrieben habe. Aber wenn es mit der Statistik rund l&auml;uft, macht es eben auch &bdquo;Spa&szlig;&ldquo;.<br /><span></span>  <br /></span></span></span></span></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><!--[if gte mso 9]>        <![endif]--><!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--><!--[if gte mso 10]>   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-language:EN-US;}  <![endif]-->  <font size="3"><strong>K&ouml;nigsdisziplin: Projektberichte ver&ouml;ffentlichen</strong></font><br /><br />Sobald ich genug Daten beisammen habe, um eine (oder besser mehrere) Forschungsfragen zu beantworten, schreibe ich einen englischen Aufsatz &uuml;ber meine Arbeit, der weltweit von Wissenschaftlern gelesen werden kann. In unserer Sprache hei&szlig;t das <strong><em style="mso-bidi-font-style:normal">Paper</em> (&bdquo;Papier&ldquo;)</strong> und der Ort der Ver&ouml;ffentlichung hei&szlig;t <strong><em style="mso-bidi-font-style:normal">Journal</em> (&bdquo;Zeitschrift&ldquo;)</strong>. In einer (m&ouml;glichst angesehenen und viel gelesenen) wissenschaftlichen Zeitschrift pr&auml;sentiere und diskutiere ich meine Fragen, meine Analysemethode und die Ergebnisse. <br />Bis so ein <em style="mso-bidi-font-style: normal">Paper</em> geschrieben und ver&ouml;ffentlicht ist, vergehen erneut mehrere Monate. Bevor mein Aufsatz in einer Zeitschrift gezeigt wird (gedruckt oder online), m&uuml;ssen zwei unabh&auml;ngige, anonyme Kollegen beurteilen, ob ich meine Sache korrekt gemacht habe. Erst wenn diese H&uuml;rde &uuml;berwunden ist, kann ich eine &bdquo;Ver&ouml;ffentlichung&ldquo; feiern. Die Anzahl der &bdquo;Ver&ouml;ffentlichungen&ldquo; ist die wichtigste Zahl im Leben eines Forschers, weil daran der Erfolg im Beruf gemessen wird. Zudem ist es auch wichtig, wie viele Kollegen bei ihrer Suche nach Hintergrundinfos auf die eigene Arbeit Bezug nehmen. Ein sehr erfolgreicher Forscher hat also viele Aufs&auml;tze ver&ouml;ffentlicht und viele Kollegen beziehen sich bei ihren Projekten auf seine Arbeit.<br style="mso-special-character: line-break"> <br /> <font size="3"><strong>Fachtreffen und Unterrichten</strong></font><br /><span></span><br /><span></span>  Damit uns an unserem Schreibtisch nicht zu langweilig wird, treffen wir uns ab und zu mit unseren weltweiten Kollegen. Auf Fachkonferenzen werden dann die neuesten Ergebnisse und Methoden besprochen und man st&auml;rkt alte Kontakte und kn&uuml;pft ein paar neue, um vielleicht in der Zukunft zusammenzuarbeiten (f&uuml;r ein <em style="mso-bidi-font-style:normal">Paper</em>). Eine andere Gelegenheit, um den Arbeitsplatz zu verlassen, ist das Unterrichten. Der wissenschaftliche Nachwuchs an den Universit&auml;ten soll m&ouml;glichst praktisch und am Besten von Vorbildern lernen. Daher unterrichten Forscher/Forscherinnen auch Kurse &uuml;ber ihr Fachgebiet und fragen das vermittelte Wissen in Pr&uuml;fungen ab.<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; Als junger Forscher </span>darf man beim Unterrichten bereits helfen, indem man in praktischen Kursen als Assistent arbeitet oder kleinere Gruppen selbstst&auml;ndig beim Ein&uuml;ben des Wissens betreut.<br /><br /><font size="3"><strong>"Wissenschaft" muss man &uuml;ben</strong></font><br /><br /><span></span>  Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, sollte bei euch ein guter &Uuml;berblick &uuml;ber den wissenschaftlichen Alltag entstanden sein. Es geh&ouml;rt viel Disziplin, Motivation und Toleranz gegen&uuml;ber Frustration zu unserer t&auml;glichen Arbeit. Auch wenn man als Meeresforscher hin und wieder den Strand oder das Meer zu sehen bekommt: unsere T&auml;tigkeit ist ohne Schreibtisch und Computer undenkbar. Um das wissenschaftliche Arbeiten einmal auszuprobieren, empfehle ich sehr gerne die Teilnahme an einem Sch&uuml;lerwettbewerb wie <a target="_blank" href="http://www.jugend-forscht.de/"><strong>&bdquo;Jugend forscht&ldquo;</strong></a>. Dort lernt man im Kleinen genau kennen, wie ein wissenschaftliches Projekt verl&auml;uft und ob man &bdquo;Spa&szlig;&ldquo; an der wissenschaftlichen Arbeitsweise hat. Auch vor dem Schreiben auf Englisch sollte man keine Angst haben. Bis es soweit ist, hat man ausreichend Gelegenheit zum &uuml;ben.<br /><span></span><br /><span></span>  Liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br /><span></span>Lisa<br /><br />P.S.: Wie immer - schreibt unserem Team bei Fragen und Kommentaren entweder hier, auf Facebook oder per Mail ;). Habt ihr euch so den Alltag vorgestellt? Ich bin gespannt darauf von euch zu h&ouml;ren!</span></span></span></span></span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Start in Afrika: Angekommen im Paradies]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/start-in-afrika-angekommen-im-paradies]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/start-in-afrika-angekommen-im-paradies#comments]]></comments><pubDate>Sun, 15 Feb 2015 11:01:53 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/start-in-afrika-angekommen-im-paradies</guid><description><![CDATA[Morgens um 7 Uhr in S&uuml;dafrika: die Sonne scheint, eine sanfte Briese streicht durch die B&auml;ume vor dem Haus und ich springe in Shorts und Flip Flops, um einen spannenden Tag zu beginnen. Ganz so m&auml;rchenhaft ist es nat&uuml;rlich nicht, denn das Paradies funktioniert nur unter ein paar Bedingungen.  Mein neuer Schreibtisch in der Abteilung für Botanik und Zoologie an der Universität Stellenbosch. Wie man sieht, bin ich schon gut mit Arbeitsmaterialien eingedeckt.   Sicherheit wird [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><!--[if gte mso 9]>        <![endif]--><!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--><!--[if gte mso 10]>   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-language:EN-US;}  <![endif]--><span style="font-size:11.0pt;line-height:115%; font-family:&quot;Calibri&quot;,&quot;sans-serif&quot;;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-fareast-font-family: Calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:&quot;Times New Roman&quot;;mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-ansi-language:DE;mso-fareast-language:EN-US;mso-bidi-language:AR-SA"><strong>Morgens um 7 Uhr in S&uuml;dafrika: die Sonne scheint, eine sanfte Briese streicht durch die B&auml;ume vor dem Haus und ich springe in Shorts und Flip Flops, um einen spannenden Tag zu beginnen. Ganz so m&auml;rchenhaft ist es nat&uuml;rlich nicht, denn das Paradies funktioniert nur unter ein paar Bedingungen.</strong><br /><br /></span></span></span></span></div>  <span class='imgPusher' style='float:left;height:0px'></span><span style='display: table;z-index:10;width:auto;position:relative;float:left;max-width:100%;;clear:left;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/4494265.jpg?394" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; margin-right: 10px; border-width:1px;padding:3px; max-width:100%" alt="Bild" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;" class="wsite-caption">Mein neuer Schreibtisch in der Abteilung f&uuml;r Botanik und Zoologie an der Universit&auml;t Stellenbosch. Wie man sieht, bin ich schon gut mit Arbeitsmaterialien eingedeckt.</span></span> <div class="paragraph" style="text-align:justify;display:block;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); ">  <strong style="">Sicherheit wird gro&szlig;geschrieben</strong><br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>  Bis ich von meinem Zimmer im Studentenwohnheim bis in mein B&uuml;ro in der Universit&auml;t gelangt bin, habe ich viermal meine Identit&auml;tskarte &uuml;ber einen Scanner gezogen und r&uuml;ckw&auml;rts werde ich zus&auml;tzlich einen sechsstelligen Zahlencode und zwei manuelle Schl&ouml;sser passieren m&uuml;ssen. Rund um mein Studentenwohnheim stehen zwei meterhohe Z&auml;une, die mit Stacheldrath versehen sind und zudem gibt es eine Wachmannschaft, die 24 Stunden am Tag &uuml;ber das Gel&auml;nde patroulliert. Wer mich besuchen m&ouml;chte, muss am Eingang ein Formular ausf&uuml;llen und einen Personalausweis oder einen Reisepass hinterlegen. So stelle ich mir eine mittelalterliche Festung vor! <br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>  Und wehe man m&ouml;chte eine T&uuml;r passieren f&uuml;r die man nicht vorher freigeschaltet wurde! Wenn ich also einen Kollegen bei uns in der Universit&auml;t besuchen m&ouml;chte, muss ich ihn vorher anrufen und darum bitten, dass er mich an dem Punkt abholt, bis zu dem ich mit meiner eigenen Karte komme. Trotz der guten Absicherung sollte man sich am Besten nur bei Tageslicht in der Universit&auml;t aufhalten. Denn hin und wieder schleicht sich jemand in krimineller Absicht in ein Geb&auml;ude. Im Vergleich zu Deutschland h&ouml;rt sich das vielleicht gruselig an, aber ich habe mich ganz gut daran gew&ouml;hnt und wenn ich bis sp&auml;t in die Nacht auf der Arbeit bleibe, dann rufe ich den Sicherheitsdienst an, der mich pers&ouml;nlich abholt und mich auf eine &bdquo;sichere Stra&szlig;e&ldquo; (Green Route) bringt. <br /><span style=""></span><br /><span style=""></span>  </span></span></span></span></span></span></span></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-thin " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/5529291_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Ein sehr modernes Wohnheim in der N&auml;he des Universit&auml;tsgel&auml;ndes. Vor&uuml;bergehend wohne ich hier gemeinsam mit drei internationalen Mitbewohnerinnen. Die Sicherheitsz&auml;une kann man auf diesem Foto nicht sehen.</div> </div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><!--[if gte mso 9]>        <![endif]--><!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--><!--[if gte mso 10]>   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-language:EN-US;}  <![endif]-->  <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Kummer mit dem Stromnetz</strong><br /><span></span><br /><span></span>  Heute morgen wollte ich dringend eine W&auml;sche einrichten (es ist nicht so viel Platz in einem 20 kg Koffer), doch meine chinesische Mitbewohnerin warnte mich rechtzeitig, dass in wenigen Minuten wieder der Strom abgestellt wird. Daraufhin bin ich schnell noch in die K&uuml;che geflitzt, um wenigstens einen Kaffee zu kochen. Die Stromsperren wurden vor einigen Monaten eingef&uuml;hrt, da anscheinend notwendige Reparaturen in den Kraftwerken nicht ausgef&uuml;hrt wurden. Somit kann die Firma Eskom, die f&uuml;r 95% der Stromversorgung zust&auml;ndig ist, S&uuml;dafrika nicht mehr mit Strom versorgen. Sollte das nationale Netz zusammenbrechen, w&auml;ren wir alle tagelang ohne Strom. Um das zu vermeiden, hat Eskom einen Sperrplan eingef&uuml;hrt, bei dem abwechselnd die Regionen ganz abgeschaltet werden, damit der Rest versorgt werden kann. <br /> Das bedeutet f&uuml;r die Menschen, dass der Strom jeden Tag zwischen 2 bis 6 Stunden gesperrt wird (im h&ouml;chsten Notfall sogar f&uuml;r 8 Stunden). Das sorgt f&uuml;r viel &Auml;rger, da nicht jedes Unternehmen (z.B. Restaurant) sich einen eigenen Generator leisten kann und auch Ampeln oder Stra&szlig;enbeleuchtung nicht funktionieren. Auch im Wohnheim ist der Strom aus: keine Waschmaschine, kein Kochen, kein TV, kein Handy aufladen, kein Licht in den Zimmern. Man h&ouml;rt eine laute Jubelwelle auf dem ganzen Gel&auml;nde, sobald der Strom wieder angeschaltet wird! Elektronische Ger&auml;te (z.B. K&uuml;hlschr&auml;nke oder unsere Labormaschinen) leiden unter dem Strom-Auf-und-Ab, daher hoffe ich, dass sich Eskom mal bald etwas schlaues einfallen l&auml;sst.<br /><span></span><br /><span></span>  </span></span></span></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-thin " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/9753486_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">So sieht das Universit&auml;tsgel&auml;nde aus. Im Hintergrund einige Geb&auml;ude, im Vordergrund sieht man die Treppen, die zur unterirdischen Bibliothek f&uuml;hren. Die Bibliothek ist das Zentrum der Universit&auml;t.</div> </div></div>  <div class="paragraph" style="text-align:left;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><!--[if gte mso 9]>        <![endif]--><!--[if gte mso 9]>     Normal   0         21         false   false   false      DE   X-NONE   X-NONE                                                                                             <![endif]--><!--[if gte mso 9]>                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                <![endif]--><!--[if gte mso 10]>   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Table Normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-language:EN-US;}  <![endif]-->  <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Schnell eingelebt auf dem Campus<br /><br /></strong>Gl&uuml;cklicherweise hat die Verwaltung der Universit&auml;t meine R&uuml;ckkehr gut aufgenommen: meine Daten schliefen brav in der Datenbank und konnten schnell aktiviert werden. Der gr&ouml;&szlig;te Aufwand besteht darin, sich eine neue Identit&auml;tskarte erstellen zu lassen. Wie ich es beschrieben habe, kommt man ohne die Karte nirgends hinein. Alte und neue Kollegen freuten sich dar&uuml;ber mich wiederzusehen und innerhalb k&uuml;rzester Zeit sa&szlig; ich an meinem neuen Schreibtisch und konnte mit der Arbeit loslegen. Bei meinem ersten Semester (2012) hat es definitiv l&auml;nger gedauert, bis ich mich zurecht gefunden hatte. Allerdings stehe ich noch immer im Supermarkt, halte unbekannte Lebensmittel hoch und frage mich: <em style="mso-bidi-font-style:normal">Was war das noch mal?</em> Essensgewohnheiten m&uuml;ssen sich eben auch erst umstellen.<br /><span></span><br /><span></span>  <strong style="mso-bidi-font-weight:normal">Mein Arbeitsprojekt an der Universit&auml;t<br /><br /></strong>Aber zur&uuml;ck zur Arbeit: Viele von euch interessieren sich brennend daf&uuml;r, woran ich in den kommenden Jahren arbeiten werde. Das Thema meines Arbeitsprojekts lautet &bdquo;Assessing the evolutionary and physiological resilience of Southern African marine species&ldquo;, was &uuml;bersetzt bedeutet: ich untersuche wissenschaftlich die F&auml;higkeit von Meeresorganismen in S&uuml;dafrika, mit Ver&auml;nderungen ihrer Lebensumwelt umzugehen. Ich werde mir ansehen, wie sie in der Vergangenheit zurecht kamen und wie es ihnen bei durch den Klimawandel ansteigenden Temperaturen in der Zukunft gehen k&ouml;nnte. Dazu sehe ich mir die DNA der Meeresorganismen an, denke &uuml;ber ihre Entwicklung innerhalb der letzen 200.000 Jahre nach und werde &uuml;berpr&uuml;fen, wie sie auf Experimente mit steigender Temperatur reagieren. Die drei Hauptbestandteile sind also: Genetik (Evolution), Modellierung am PC (Klimaver&auml;nderungen) und Stoffwechselreaktion (W&auml;rmetoleranz). Mit einigen Bereichen des Projektes kenne ich mich schon ganz gut aus, andere werde ich mir komplett neu erarbeiten m&uuml;ssen. Einblick in einzelne Schritte zeige ich euch dann nat&uuml;rlich hier ;).<br /><span></span><br /><span></span>  So&hellip; da ich jetzt noch die Stromsperre abwarten muss, bis ich W&auml;sche waschen kann, werde ich mir ein Bibliotheksbuch schnappen und mich drau&szlig;en ein wenig unter die B&auml;ume setzen. Der Himmel ist viel zu blau, um sich drinnen zu verstecken. Wenn ihr Fragen habt, k&ouml;nnt ihr die gerne unten in die Kommentare schreiben oder bei Facebook unter dem Beitrag stellen.<br /><span></span><br /><span></span>  Liebe Gr&uuml;&szlig;e und bis bald!<br /> Lisa :D<br /><span></span><br /><span></span>  </span></span></span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Ein neues Abenteuer: Auf nach Südafrika]]></title><link><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/ein-neues-abenteuer-auf-nach-sudafrika]]></link><comments><![CDATA[https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/ein-neues-abenteuer-auf-nach-sudafrika#comments]]></comments><pubDate>Tue, 13 Jan 2015 12:45:46 GMT</pubDate><category><![CDATA[forschung und wissenschaft]]></category><category><![CDATA[hinter den kulissen]]></category><guid isPermaLink="false">https://www.meeresbiologie-studieren.de/blog/ein-neues-abenteuer-auf-nach-sudafrika</guid><description><![CDATA[Es ist Zeit, ein gut geh&uuml;tetes Geheimnis zu l&uuml;ften: Ich gehe zur&uuml;ck nach S&uuml;dafrika! Diesmal allerdings nicht f&uuml;r acht Monate wie beim ersten Mal, sondern f&uuml;r drei Jahre. Was ich gerade erlebe, erz&auml;hle ich euch in diesem Blog-Beitrag.  Lisa auf dem Tafelberg (2012). Es ist Mitte Januar. Seit Tagen warte ich auf ein ganz bestimmtes Ereignis. Als es laut an der T&uuml;r klingelt, springe ich von meinem Schreibtisch auf, schlage mir in der Eile fast den Kopf an der [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;"><span style='text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); '><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><span style="text-decoration:none; font-style:normal; font-weight:400; color:rgb(68, 68, 68); "><strong>Es ist Zeit, ein gut geh&uuml;tetes Geheimnis zu l&uuml;ften: Ich gehe zur&uuml;ck nach S&uuml;dafrika! Diesmal allerdings nicht f&uuml;r acht Monate wie beim ersten Mal, sondern f&uuml;r drei Jahre. Was ich gerade erlebe, erz&auml;hle ich euch in diesem Blog-Beitrag.</strong><br /></span></span></span></span></div>  <span class='imgPusher' style='float:left;height:0px'></span><span style='display: table;width:344px;position:relative;float:left;max-width:100%;;clear:left;margin-top:0px;*margin-top:0px'><a><img src="https://www.meeresbiologie-studieren.de/uploads/1/5/9/2/15923976/9741086.jpg?326" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; margin-right: 10px; border-width:1px;padding:3px; max-width:100%" alt="Auslandsstudium S&uuml;dafrika Tafelberg Kapstadt" class="galleryImageBorder wsite-image" /></a><span style="display: table-caption; caption-side: bottom; font-size: 90%; margin-top: -10px; margin-bottom: 10px; text-align: center;" class="wsite-caption">Lisa auf dem Tafelberg (2012).</span></span> <div class="paragraph" style="text-align:justify;display:block;"><span style="color:rgb(68, 68, 68); font-weight:400"><span style="color:rgb(68, 68, 68); font-weight:400"><span style="color:rgb(68, 68, 68); font-weight:400"><span style="color:rgb(68, 68, 68); font-weight:400"><span style="color:rgb(68, 68, 68); font-weight:400"><span style="color:rgb(68, 68, 68); font-weight:400"><span style="color:rgb(68, 68, 68); font-weight:400">Es ist Mitte Januar. Seit Tagen warte ich auf ein ganz bestimmtes Ereignis. Als es laut an der T&uuml;r klingelt, springe ich von meinem Schreibtisch auf, schlage mir in der Eile fast den Kopf an der Wohnungst&uuml;r und renne in Socken drei Stockwerke nach unten.<br />"Ist es ein gelber Umschlag?"<br />Der arme Postbote schaut mich verdutzt an. Tats&auml;chlich h&auml;lt er das lang ersehnte Kuvert aus Berlin in der Hand. "Ein gelber Umschlag!", rufe ich begeistert und er &uuml;bergibt mir die Sendung mit fragendem Blick.<br />"Ich gehe nach S&uuml;dafrika.", sage ich und deute mit der Hand nach oben, "Die Wohnung ist schon gek&uuml;ndigt." Er w&uuml;nscht mir alles Gute und f&uuml;r einen kurzen Moment sieht er aus, als ob er gerne mitkommen w&uuml;rde.<br />&#8203;<br /><strong>Zweimal Visum abgelehnt</strong><br /><br />Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. Oben angekommen, rei&szlig;e ich den Umschlag auf und krame durch die Papierb&ouml;gen. Ganz unten liegt mein Reisepass - und endlich - nach dem dritten Mal durchbl&auml;ttern entdecke ich den Aufkleber f&uuml;r die Aufenthaltserlaubnis. Ersch&ouml;pft atme ich auf. Seit Wochen hat sich die Botschaft geweigert mich gehen zu lassen... zweimal wurde der Antrag abgelehnt (vielleicht ein anderes Mal mehr dazu). Beim dritten Mal hat es endlich geklappt.<br /><br /><strong>Alles muss raus</strong><br /><br />Nun geht es daran, meine Wohnung in Kiel aufzul&ouml;sen, einen g&uuml;nstigen Flug zu finden, s&auml;mtliche Beh&ouml;rden und Versicherungen zu informieren und ungef&auml;hr tausend Kleinigkeiten mehr. Darin habe ich zwar schon viel Erfahrung, aber ich vergesse immer wieder, wie nervig die Organisation vor einem Umzug ins Ausland ist. Oder kann man in diesem Fall schon vom Auswandern sprechen? Drei Jahre... so lange habe ich nicht mehr an einem Ort verbracht, seitdem ich die Schule verlassen habe. Mitnehmen kann ich fast nichts. Die Preise f&uuml;r &Uuml;bergep&auml;ck wurden drastisch erh&ouml;ht, Pakete nach S&uuml;dafrika sind sehr unsicher zu empfangen. 20 Kilogramm d&uuml;rfen in meinen Koffer. Manche nehmen 20 kg alleine f&uuml;r einen Wochenendausflug mit. Den Rest muss ich verkaufen oder verschenken, da sich eine Aufbewahrung nicht bezahlt macht.<br /><br /><strong>Ein naher Abschied</strong><br /><br />Aufgeregt bin ich noch nicht. Das kommt bei mir immer erst am Flughafen. Und ich mache mir Gedanken, ob ich es noch p&uuml;nktlich bis zur Abreise schaffe alles zu organisieren. Es muss einfach klappen. Bald laufe ich wieder &uuml;ber den sonnigen Campus (so nennt man das Gel&auml;nde einer Universit&auml;t), der mir schon so vertraut ist. Auch die Gruppe von Wissenschaftlern, mit denen ich arbeiten werde, kenne ich von meiner Masterarbeit. Es ist also ein bisschen wie "nach Hause kommen". Gleichzeitig werden mich 10.000 Kilometer Luftlinie von Freunden und Familie trennen. Es ist wie in einem Abenteuerfilm, bei dem man den Ausgang nicht kennt. Nur, dass es spannend wird, das wei&szlig; man schon am Anfang.<br /><br />Ich w&uuml;rde euch gerne noch erz&auml;hlen, woran ich forschen werde, aber dann wird dieser Beitrag endg&uuml;ltig zu lang. Ich werde euch so gut es geht auf dem Laufenden halten und Fotos posten, soweit die Verbindung es zul&auml;sst. Ich finde die Idee sch&ouml;n, dass ich euch zu diesem Abenteuer mitnehmen kann. Also, kommt mit mir nach S&uuml;dafrika!<br /><br />Viele Gr&uuml;&szlig;e, Lisa<br /><br />P.S: Vermutlich wird der Flug in der letzten Januarwoche liegen. Ich arbeite noch daran^^.</span></span></span></span></span></span></span></div> <hr style="width:100%;clear:both;visibility:hidden;"></hr>]]></content:encoded></item></channel></rss>